KAB Nikolaus Groß Bottrop

Katholische Arbeitnehmer Bewegung

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KAB Leistungen

Beratung und Vertretung im Arbeits- und Sozialrecht.

Das Markenzeichen der KAB:
Wir beraten, begleiten und vertreten KAB-Mitglieder im Arbeits- und Sozialrecht. Dabei geht es vor allem um Fragen aus den Bereichen:

  • Arbeitslosenversicherung,
  • Rentenversicherung,
  • Krankenversicherung,
  • Pflegeversicherung,
  • Unfallversicherung und
  • Schwerbehindertenrecht.

Hier vertritt der
KAB-Rechtsschutz seine Mitglieder in allen Instanzen (im Arbeitsrecht in erster Instanz), und das ohne weitere Kosten, denn dieser Rechtsschutz ist im KAB-Beitrag enthalten!

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26. Von der Sechzig-Jahr-Feier bis zur Mitte der Siebziger
1970-1975

1970

Wie in den Vorjahren fand die Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1970 im kleinen Saal unter der Kirche statt. Der erste Vorsitzende Hans Düngelhoff begrüßte unter den Erschienenen besonders Pfarrer Wilhelm Horstmann und den Präses, Kaplan Wolfgang Böhmer. Nach der Annahme der Tagesordnung gedachte er im Gebet der elf verstorbenen Mitglieder des letzten Jahres. Aus dem Kassenbericht des 1. Kassierers ging hervor, daß die Mitgliederzahl auf 287 sank. Hans Wolters gab den Bericht der Kernkreise. Um erfolgreicher arbeiten zu können, bat er um bessere Beteiligung. Für die Alten- und Rentnergemeinschaft berichtete Fritz Kleinen über eine erfolgreiche Arbeit im letzten

Jahre. Bei unseren Alten sei über eine schlechte Beteiligung nicht zu klagen; denn zur ARG kämen an jedem 1. Donnerstag morgen im Monat etwa 40 Mitglieder. Bei den Wahlen wurden der 1. Vorsitzende Hans Düngelhoff und der 1. Kassierer Hans Hromek einstimmig wiedergewählt. Zum 1. Schriftführer wurde Albert Mathejczyk gewählt. Als Kassenprüfer stellte sich Hermann Hagemann als Ersatz für den neuen Schriftführer zur Verfügung. Der übrige Vorstand blieb in der bisherigen Zusammensetzung im Amt.
Der Präses, Kaplan Wolfgang Böhmer, stellte an den Beginn seiner Ansprache das Dichterwort:

"Dankbarkeit schaut auf die Vergangenheit, Liebe schaut auf die Gegenwart". Er dankte allen für die bisherige Arbeit und bat die Arbeit für die Gegenwart so ernst zu nehmen wie sie sei. Für die Zukunft müsse man fragen, ob die Form der bisherigen Vereinsarbeit noch aktuell sei; denn bei einer Umfrage sei festgestellt worden, daß der größte Teil der befragten Jugendlichen diese Form ablehne. Daher müsse der Versuch unternommen werden, die Vereinsarbeit in einer neuen Form zu gestalten, um somit auch der Jugend die KAB näherzubringen.
Zu diesen Forderungen des Präses wurden in der anschließenden Aussprache Überlegungen angestellt, man kam aber bald zu dem Ergebnis, kein "Patentrezept" bei der Hand zu haben.
Es folgte der Hinweis auf die Feier zum 60-jährigen Bestehen der KAB Herz-Jesu am 3. Mai. Über den Antrag von Georg Geschonek zur Ernennung eines Ehrenvorsitzenden sollte der Vorstand beraten.

In der Monatsversammlung am 15. März 1970 wurden allgemeine organisatorische Fragen besprochen, die sich in der Hauptsache mit der Jubiläumsfeier am 3. Mai 1970 beschäftigten. Der Festgottesdienst sei um 8.45 Uhr, die Predigt halte Verbandspräses Walter Andermahr und das Referat habe Paul Reuthe vom Diözesanverband Essen übernommen.

Am 12. April 1970 hielt Rektor Wilhelm Tolksdorf ein Referat zum Thema:

"Kommunalpolitik-Landtagswahlen".

Von der 60-Jahr-Feier berichtete die Lokalpresse:

R u h r - N a c h r i c h t e n,
Bottroper Volkszeitung,
Montag, den 4. Mai 1970

"G e s e l l s c h a f t s k r i t i k  m u ß
e i n  Z i e l  d e r  K A B  s e i n"

Drei Goldjubilare bei 60-Jahr-Feier der KAB Herz Jesu

"Der Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten aus Anlaß des 60jährigen Bestehens der KAB Herz Jesu war ein Festamt, das Präses Kaplan Böhmer, Pastor Zdarta und Domvikar Prälat Sternemann in Konzelebration hielten. Der Kirchenchor unter Leitung von Kantor Lütke verschönerte den Gottesdienst.

Die Knappengarde von St. Barbara und zehn KAB-Banner umsäumten den Altar. In seiner Festansprache im Westfälischen Hof wies der stellvertretende Verbandsvorsitzende Paul

Reuth zunächst hin auf die Verdienste der Gründer der KAB, die oft unter persönlichen Opfern die Gedanken der KAB propagiert hätten. Heute gelte es, den Glauben zu transponieren in Kirche und Öffentlichkeit. Die KAB dürfe sich nicht selbst und auch nicht durch andere in Frage stellen lassen. In der Kirche erlebe man zur Zeit eine Wandlung, die vorwiegend von Theologen und Intelektuellen getragen werde. Auch die KAB müsse den Mund aufmachen und sich dem Dialog stellen. In der KAB habe es nie hierarchisches Denken gegeben, Priester und Arbeiter hätten hier stets zusammengestanden. Die KAB müsse jedoch gesellschaftskritischer werden. Der jungen Generation müsse das Ideengut der KAB auf zeitgemäße Art nahe gebracht werden.
Präses Kaplan Böhmer, stellvertretender Verbandsvorsitzender Reuth und Vorsitzender Hans Düngelhoff ehrten die Jubilare. Der Gründerjubilar Paul Reißmann war nicht anwesend und soll in den nächsten Tagen in seiner Wohnung geehrt werden. Die Goldjubilare Ignatz Bockholt, Johann Keller und Wilhelm Kotzian erhielten je ein Buch und die Goldnadel. Außerdem wurden geehrt sechs Mitglieder für 40jährige und drei für 25jährige treue Mitgliedschaft.
Präses Kaplan Böhmer ehrte den Vorsitzenden Hans Düngelhoff, der das Amt des Vorsitzenden seit zehn Jahren ausübt."

Vom 23. bis zum 31. Mai 1970 wurde mit einer öffentlichen Straßen- und Gebäudesammlung die "Aktion KAB-Weltnotwerk" unterstützt. Rektor Wilhelm Tolksdorf leitete in der Monatsversammlung am 7. Juni 1970 ein Rundgespräch zu aktuellen Fragen der Lokal-und Landespolitik.
Im Alter von 81 Jahren verstarb am Dienstag, dem 16. Juni 1970, der Ehrenpräses der KAB Herz-Jesu, Pastor Heinrich Telohe, der von 1942 bis 1965 über 23 Jahre Pfarrer der

Herz-Jesu-Gemeinde war. In seinem Heimatort Rhede, wo er nach langer, schwerer Krankheit gestorben war, wurde er am Samstag, dem 20. Juni 1970 beerdigt.
Nach der Sommerpause dienten die Monatsversammlungen am 13. September und am 4. Oktober 1970 zur Information über aktuelle Themen aus Kirche und Staat. Am 8. November 1970 referierte Dominikanerpater Hubert Wiegand zum Thema: "Ohne Kutte im Betrieb".

1971

In der ersten Monatsversammlung des neuen Jahres sprach am 10. Januar 1971 Diözesanreferent Hans Schroer zum Thema: "Glauben in gemischten Ehen".
Die Jahreshauptversammlung fand am 7. Februar 1971 im Westfälischen Hof statt. Nach der Begrüßungs- und Dankansprache des 1. Vorsitzenden Hans Düngelhoff wurde der acht verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres gedacht.
Aus dem Kassenbericht des 1. Kassierers Hans Hromek ging hervor, daß die Mitgliederzahl weiter auf 262 gesunken ist.
Fritz Kleinen konnte erfreuliche Nachrichten über die aktive Arbeit der Alten- und Rentnergemeinschaft mitteilen.
In der Aussprache wurde überlegt, ob die Versammlungen auf Wochentage verlegt werden sollten, damit auch die Frauen der Mitglieder daran teilnehmen könnten.
Bei den Vorstandswahlen wurden gewählt:
Willi Paul zum 2. Vorsitzenden, Hermann Hagemann zum 2.
Schriftführer, Richard Dudek zum 2. Kassierer und zu Beisitzern Hans Schneider und Walter Bugdoll.
Die beliebte Karnevalsfeier wurde am 20. Februar 1971 im Westfälischen Hof gehalten. Josef Bucksteeg referierte am 14. März 1971 zum Thema: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist ..." Am Karfreitag, dem 9. April 1971, hielt der Präses, Kaplan Wolfgang Böhmer, den Einkehrtag im Westfälischen Hof unter dem Thema: "Der Glaube". Am 20. April 1971 nahm der Präses im Kernkreis Stellung zu aktuellen Fragen.
In der Monatsversammlung am 13. Juni 1971 hielt Dechant Stephan Menage, Oberhausen St. Michael,

ein Rundgespräch. Der Kernkreis


behandelte am 29. Juni 1971 das Thema: "Hat die Bibel heute noch recht?"
Nach der Sommerpause fand die nächste Monatsversammlung am 12. September 1971 statt. Es wurden organisatorische Fragen behandelt. Das Ergebnis der vom 2. bis zum 12. September 1971 abgehaltenen Straßensammlung für das "Weltnotwerk der KAB" wurde mit 631,00 DM bekanntgemacht.
Am 10. Oktober 1971 sprach Josef Bucksteeg zu der Frage: "Soll sich die Kirche um Politik kümmern?" Am 7. November 1971 referierte er über: "Die Friedesforschung - eine Wissenschaft".
In der Monatsversammlung am 12. Dezember 1971 sprachen als Referenten die Sachbearbeiter der Stadtsparkasse Hinsken und Siebeneick über: "Vermögensbildung in verschiedenen Formen".


1972

Am 16. Januar 1972 konnte nach längerer Krankheit der 1. Vorsitzende Hans Düngelhoff die erste Versammlung des Jahres leiten. Es wurden vorbereitende Fragen zur Jahreshauptversammlung und zum Karnevalsfest behandelt.
Die Jahreshauptversammlung wurde am 12. März 1972 im Pfarrzentrum vom 1. Vorsitzenden eröffnet.

Sein besonderer Gruß galt den Frauen, die erstmals zu einer Jahreshauptversammlung eingeladen und erschienen waren. Nach dem Totengedächtnis dankte Hans Düngelhoff im Namen der Verbandszentrale allen Sammlern und Spendern für das "Weltnotwerk der KAB". Es folgten allgemeine Hinweise auf künftige Veranstaltungen und die Berichte des 1. Kassierers, Hermann Heimeier, und des Obmanns der Alten- und Rentnergemeinschaft, Fritz Kleinen.
Bei den Wahlen wurde der Vorstand wiedergewählt. Beisitzer wurden: Frau Michalski, Josef Krist, Edmund Torz, Willi Kerkhoff, Walter Bugdoll und Paul Cuber. Als Delegierte wählte man: Josef Krist, Hermann Hagemann und Heinrich Finke. Kassenprüfer wurden Hermann Kotzur, Albert Pyschny und  Hans Hromek.
Der Präses, Kaplan Wolfgang Böhmer, dankte allen für die gute Arbeit im vergangenen Vereinsjahr und regte an, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Jugend im Zusammenhang mit dem Kernkreis für die KAB gewonnen werden könne.
In der Monatsversammlung am 9. April 1972 gab Hans Düngelhoff ausführliche Erläuterungen zu der Versicherung des KAB-Sozialwerkes. Am Samstag, dem 15. April 1972, wurde im Saal unter der Kirche der Frühjahrsdelegiertentag der KAB nach der 8.00 Uhr-Messe eröffnet. In der Monatsversammlung am 14. Mai 1972 konnte der 1. Vorsitzende den Referenten Theo Heinz als Gast begrüßen.


Am 9. Juni wurde in der Vorstandssitzung beschlossen, die nächste Monatsversammlung am 13. August stattfinden zu lassen. In dieser Versammlung nach der Ferienzeit bewegten sich die Gespräche um den bevorstehenden Familienausflug und um die Mitarbeit beim Pfarrfest am 19. und 20. August.

Zur Monatsversammlung am 10. September 1972 waren 19 Mitglieder erschienen. Nach allgemeinen Hinweisen des 1. Vorsitzenden trug der Präses, Kaplan Wolfgang Böhmer, sein Anliegen, die "Belebung des Kernkreises" vor. Neuer Beginn der Treffen sei am 12. Oktober 1972. Der Familienausflug am 24. September 1972 hatte Waldfrieden/Meerfelder Bruch zum Ziel. Nur 11 Mitglieder fanden sich zur Monatsversammlung am 8. Oktober 1972 ein. Man führte ein zwangloses Rundgespräch über die Aufgaben der KAB.
In der Vorstandsitzung am 27. Oktober 1972 wurde bekannt, daß Kaplan Wolfgang Böhmer wegen beruflicher Veränderung das PräsesAmt aufgeben werde und daß man sich als Nachfolger Pfarrer Wilhelm Horstmann denke.
Für die Monatsversammlung am 12. November 1972 lag keine feste Tagesordnung vor. Man sprach über die Wichtigkeit, die jungen Arbeiter in die KAB einzubeziehen. Dabei dürfe die CAJ nicht als Konkurrenz angesehen werden.


1973

In der ersten Monatsversammlung des neuen Jahres am 14. Januar 1973 wurden wichtige Termine der Gemeinde- und Vereinsarbeit im Jahre 1973 bekanntgegeben und besprochen, u.a. die bevorstehende Primiz des als Diakon in der Herz-Jesu-Gemeinde tätig gewesenen Neupriesters Ulrich Tomaszewski am 11. Februar 1973, die Pfarrgemeideratswahlen, die Verabschiedung des Präses, Einkehrtag am Karfreitag usw. Das traditionelle Karnevalsfest wurde am 3. März 1973 im Westfälischen Hof gefeiert.
In der Jahreshauptversammlung am 25. März 1973 konnte der bisherige Präses, Kaplan Wolfgang Böhmer, nicht persönlich verabschiedet werden, da er im Krankenhaus lag. Pfarrer Wilhelm Horstmann übermittelte seine Grüße. Weil der Kaplan Religionslehrer am Städtischen Gymnasium geworden war, hatte er gebeten, sein Präsesamt abgeben zu dürfen. Für das Amt und die Wahl hatte sich der Pastor zur Verfügung gestellt.
Allen Mitarbeitern, den Vertrauensleuten und dem Vorstand, aber auch den unermüdlichen Helferinnen, den Frauen Neurohr und Thiemann, die stets für die gemütliche Gastlichkeit im Pfarrzentrum sorgten, sprach der 1. Vorsitzende herzlichen Dank aus. Nach dem Totengedenken hielt der "neue" Präses, Pfarrer Wilhelm Horstmann, eine kleine Ansprache. Darin zeigte er sich für den Versammlungsbeginn nach der 8.00 Uhr-Messe mit anschließendem Frühstück so aufgeschlossen, daß er sich bereiterklärte, die Hälfte der

"Kaffeekosten" zu tragen; denn er sähe im gemeinsamen Frühstück Vorteile für die Gemeinschaft. Das Programm könne gefälliger gestaltet werden, auch könne man die Predigt in eine zwangslose Diskussion miteinbeziehen. Hinsichtlich der Änderung des Paragraphen 218 des Strafgesetzbuches zeigte er eindringlich die Gefahren und Folgen auf, die dem Staat und der Kirche daraus erwachsen könnten.
Es folgten die Berichte des Schriftführers und des Kassierers sowie der Alten- und Rentnergemeinschaft. Bei den Wahlen wurden zum 2. Vorsitzenden Hans Funke, zum 2. Schriftführer Georg Gregorczyk und zum 2. Kassierer Hans Hromek gewählt. Nach aufschlußreichen Gesprächen zum § 218 und zu Vereinsangelegenheiten beendete Hans Funke die Jahreshauptversammlung mit dem Gruß: "Gott segne die christliche Arbeit!"
In den Monatsversammlungen des Jahres 1973 standen aktuelle Fragen zur Diskussion, u.a. der §218, aber auch Verfahrensfragen Zur Gestaltung und Terminfestlegung der Versammlungen.

Höhepunkt der Veranstaltungen war am 21. Oktober 1973 die feierliche Ehrung von einem Gold- und mehreren Silberjubilaren. Die Jubiläumsfeier begann unter der Beteiligung zahlreicher Mitglieder mit einem Wortgottesdienst in der Kirche und fand ihre Fortsetzung im Pfarrsaal bei Kaffee und Kuchen.

Martin Geise hielt den Festvortrag. 

1974


In der ersten Monatsversammlung des neuen Jahres, am 13. Januar 1974, sprach Josef Bucksteeg  über das Thema "Liberalismus". Der Diskussion zum Vortrag folgten Gespräche über die Wahlen zum Pfarrgemeinderat.
Die Jahreshauptversammlung begann am 10. Februar 1974 nach der hl. Messe um 8.00 Uhr im Pfarrzentrum. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Hans Düngelhoff wurde die Tagesordnung bekanntgegeben und der Toten gedacht. Schriftführer Albert Mathejczyk verlas das Protokoll der Jahreshauptversammlung 1973 und den Jahresbericht. Dem folgte die übliche Aussprache. Danach wurde in Vertretung von Hermann Heimeier, der an der Teilnahme verhindert war, der Kassenbericht durch den 1. Vorsitzenden erstattet. Fritz Kleinen verlas den Jahresbericht der Alten- und Rentnergemeinschaft. Es schloß sich eine weitere Aussprache an.
In den Vorstand wurde als Nachfolger des aus beruflichen Gründen ausscheidenden Hermann Heimeier durch einstimmige Wahl Heinz Lüning als 1. Kassierer berufen. Der 1. Vorsitzende und der 1. Schriftführer wurden wiedergewählt, die Beisitzer neu bestätigt.
Als Delegierte wurden vorgeschlagen und gewählt Josef Holtbernd, Hans Funke, Fritz Rustemeier und Hans Ratajczyk. Die Kassenprüfer wurden wiedergewählt.
Die Monatsversammlungen des Jahres zeigten ein weitgefächertes Themenangebot. Josef Bucksteeg, Karl-Heiz Stark und Heribert Zingel sprachen wiederholt zu verschiedenen Fragen aus kirchlichen, sozialen und politischen Bereichen.
Auch an anderen Veranstaltugen auf Gemeinde- und Diözesanebene hatte die KAB Herz-Jesu starken Anteil. Zu Beginn des Maimonats gestaltete die KAB mit der Jugend im Pfarrzentrum eine Maifeier.

Am 19. Mai 1974 war der Familientag der KAB und am 29. Mai eine Wallfahrt nach Telgte. Die Alten- und Rentnergemeinschaft unternahm am 3. Juli 1974 einen Ausflug nach Holland. An den Vorbereitungen und an der Gestaltung des Pfarrfestes, das am 13. und 14. Juli 1974 gefeiert wurde, beteiligte sich wie üblich auch die KAB. Am 14. August 1974 fuhren Mitglieder zum Katholikentag nach Mönchen-Gladbach. An der St. Altfrid-Kundgebung in Essen, am 13. Oktober 1974, nahm ebenfalls eine Abordnung teil. Ein Tanzabend mit der Jugend wurde von der KAB am 19. Oktober veranstaltet. Am 8. Dezember 1974 hielt die KAB für die Mitglieder und ihre Angehörigen am

Nachmittag im Pfarrzentrum eine Adventsfeier.
Vorstandsmitglieder und Delegierte nahmen an den Stadtverbandssitzungen, an den Delegiertentagen und am Diözesantag der Männer teil.

1975


Als erstmaliger Versuch wurde die erste Monatsversammlung des neuen Jahres am 12. Januar am Nachmittag begonnen, um auszuprobieren, ob dieser Zeitpunkt für eine bessere Beteiligung günstig sei. Günter Schwulst hielt zwei Filmvorträge: Der erste Film hatte den Titel: "Ist Gersau eine Reise wert?" Im folgenden Filmvortrag zeigte sich, daß auch Bottrop eine schöne Stadt ist.
Zur Karnevalsfeier am 8. Februar 1975 kam der Komiker Dieter Walde in den Westfälischen Hof. In der Monatsversammlung am 16. Februar 1975 wurden die Termine für die folgenden Veranstaltungen bekanntgegeben.
Die Jahreshauptversammlung begann am 2. März 1975 um 17.00 Uhr im Pfarrzentrum. Nach der üblichen Berichterstattung durch die Vorstandsmitglieder wurde Heinz Alfers zum 2. Schriftführer gewählt. Der 2. Vorsitzende und der 2. Kassierer wurden wiedergewählt. Beisitzer wurden: Frau Wilhelmine Michalsky, Paul Cuber, Heinz
Martin, Hermann Kotzur, Georg Gregorczyk und Edmund Torz. In seiner Ansprache behandelte der Präses, Pfarrer Wilhelm Horstmann, auch das aktuelle Thema "Der Paragraph 218".
In den sechs weiteren Monatsversammlungen des Jahres 1975 wurden fünf Vorträge gehalten:
Der Präses sprach am 8. Juni zum Thema: "Kann der moderne Mensch noch glauben?" Kaplan Patalong hielt am 14. Dezember zur "Situation der Kirche in Polen" einen Vortrag. Am 13. April referierte der Kommunalpolitiker Wissing über die Briefwahl. Ein Vortrag zum Thema: "Wie lange reichen noch unsere Energien?" wurde von Dipl. Ing. Josef Tümmers gehalten. Am 10. August gab Heinz Alfers einen ausführlichen Bericht über Freyung. Die Monatsversammlung am 14. September wurde zugunsten des "Weltnotwerks der KAB" als Frühschoppen gestaltet.
Am Freitag, dem 19. September 1975, erhielt der 1. Vorsitzende der KAB Herz-Jesu Hans Düngelhoff das Bundesverdienstkreuz. Die Presse berichtete von der Verleihung:

V e r d i e n s t k r e u z   a m  B a n d
f ü r  H a n s  D ü n g e l h o f f
Oberbügermeister Knorr überreichte Auszeichnung


"Hans Düngelhoff, KAB-Stadtverbandsvorsitzender und ehemaliger CDU-Ratsherr, wurde das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Oberbürgermeister Knorr überreichte Hans Düngelhoff gestern morgen im Auftrage des Bundespräsidenten die hohe Auszeichnung während einer Feierstunde im City-Hotel.
"Hans Düngelhoff, bereits 1972 mit der "Plakette der Stadt Bottrop" ausgezeichnet, ist seit 1948 auf örtlicher und überörtlicher Ebene für die CDU und ihre Sozialausschüsse tätig. Der Bottroper engagierte sich für die gewerkschaftliche Arbeit: Er gehörte 1955 zu den Mitbegründern der Christlichen Gewerkschaft Deutschlands. Hans Düngelhoff hat sich nicht nur für die KAB engagiert eingesezt, sondern auch aktiv in der Pfarrgemeinde Herz-Jesu mitgearbeitet," sagte Oberbürgermeister Knorr in seiner Ansprache. Den Reigen der Gratulanten eröffnete CDU-Kreisvorsitzender Bernhard Brinkert. Er meinte, Hans Düngelhoff habe für seine Arbeit aus der Sicht des Arbeitnehmers diese Auszeichnung verdient. Er räumte dabei ein, daß Hans Düngelhoff immer ein aktiver, wenn auch nie bequemer Mitarbeiter gewesen sei.
Blumen und Glückwünsche im Namen der SPD-Fraktion und der DKP-Fraktion überbrachten die Ratsherren Karl Weihrauch und Franz Meichsner. Eine Kohle-Uhr übergab im Namen der CGD Verbandsgeschäftsführer Heinrich Hübner, der auch die Glückwünsche des erkrankten CGD-Vorsitzenden Bernhard Czwicklinski einschloß, auf

dessen Initiative die Ehrung erfolge.
Stadtdechant Heinrich Linkholt sprach im Namen der Bottroper Katholiken. Er überreichte als Geschenk einen Scheck - eine vierstellige Summe - für das Ferienwerk kinderreicher Familien und für eine Maßnahme in Gersau (Schweiz) vom 17. bis 25. Oktober."
Aus: Ruhr-Nachrichten, Bottroper Volkszeitung, Samstag, den 20. September 1975.