KAB Nikolaus Groß Bottrop

Katholische Arbeitnehmer Bewegung

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KAB Leistungen

Beratung und Vertretung im Arbeits- und Sozialrecht.

Das Markenzeichen der KAB:
Wir beraten, begleiten und vertreten KAB-Mitglieder im Arbeits- und Sozialrecht. Dabei geht es vor allem um Fragen aus den Bereichen:

  • Arbeitslosenversicherung,
  • Rentenversicherung,
  • Krankenversicherung,
  • Pflegeversicherung,
  • Unfallversicherung und
  • Schwerbehindertenrecht.

Hier vertritt der
KAB-Rechtsschutz seine Mitglieder in allen Instanzen (im Arbeitsrecht in erster Instanz), und das ohne weitere Kosten, denn dieser Rechtsschutz ist im KAB-Beitrag enthalten!

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1962


In der Jahreshauptversammlung am Sonntag, dem 4. Februar 1962, ging der 1. Vorsitzende vor 88 Mitgliedern auf die Ereignisse des Jahres 1961 innerhalb und außerhalb der KAB ein und gedachte der vielen Todesopfer, die die Errichtung der berühmt berüchtigten Mauer am 13. August 1961 in Berlin gefordert hatte.
Der neue Vorstand setzte sich nach den Wahlen wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Hans
Düngelhoff, 2. Vorsitzender: Josef Rentmeister, 1. Kassier: Heinrich Weidenfeller, 2. Kassierer: Max Landkocz, 1. Schriftführer: Josef Grobetz, 2. Schriftführer: Wilhelm Hörstermann, Sprecher der Werkmannschaft: Alois Stottok, Invalidenobmann: Fritz Kleinen und Willi Brauckmann, Beisitzer: Heinz Alfers, Hans Dopatka, Josef Neurohr, Hans Schneider, Max Paschke, 

bild3

  

Seit Bestehen des Bistums Essen ist Bischof Dr. Franz Hengsbach wiederholt auf Schachtanlagen in Bottrop angefahren.

Dieses Bild zeigt ihn nach einer Grubenfahrt am 19. März 1962 zusammen (von links) mit Berg-Assessor Dr. Ing. Carl-Heinz Stephan, Jochen Rduch, Betriebsratsvorsitzender bei der Bergwerksverwaltung, und Josef Reimann, Betriebsratsvorsitzender auf der Schachtanlage Prosper III.

  

 
 

Alois Martin, Christian Liebert, Günter Schacht, Delegierte: Josef Rentmeister, Hans Grewer, Alois Stottok, Fritz Kleinen, Max Landkocz, Günter Schacht, Heinrich Weidenfeller, Hans Düngelhoff, Kassenprüfer: M. Ziegel und Albert Pischny.
Der Präses, Kaplan Günter Berghaus, dankte allen für die ersprießliche Arbeit im vergangenen Vereinsjahr und gedachte der sieben verstorbenen Mitglieder in einem Gebet.
Neben den Vortragsveranstaltungen und Feiern des Jahres, die im traditionellen Rahmen verliefen, sind besonders zu nennen: die Ketteler-Feier in Mainz, an der 10 Mitglieder teilnahmen, die Diözesanwallfahrt der KAB nach Bochum-Stiepel, die am 7. Oktober 1962 stattfand und an der über 50 Mitglieder mit ihren Familienangehörigen teilnahmen, und der Aufbau der Missionsausstellung, ebenfalls im Oktober, durch die Invaliden im Westfälischen Hof.


1963

Die Generalversammlung am 3. Februar 1963 wurde durch den 1. Vorsitzenden Hans Düngelhoff eröffnet. Bei den Vorstandswahlen traten geringfügige Veränderungen ein: 2. Kassierer wurde Hans Schäfer, 2. Invalidenobmann Hans Schneider. Die Liste der Beisitzer enthielt folgende Namen: Günter Schacht, Hans Wolters, Josef Neurohr, Edmund Torz, Heinz Alfers, Johann Grewer und Hans Dopatka.

Zu den Kassenprüfern wurden Karl-Heinz Kotylla und Josef Zilligen hinzugewählt. In den Pfarrausschuß wurden Hans Düngelhoff und Karl-Heinz Kotylla entsandt.
Wie in den Vorjahren war das Karnevalsfest am 24. Februar 1963 eine Feier voll ansteckender Fröhlichkeit. Nachhaltigen Eindruck machte die glänzende Büttenrede von Kaplan Günter Wolpers. Die Versteigerung einer Torte erbrachte eine schöne Summe für die Aufgaben der Caritas. Berufsschulpfarrer Josef Bunte hielt am Karfreitag, dem 12. April 1963, für die KAB Herz-Jesu einen Einkehrtag. Nach drei Vorträgen und einer Fragestunde gingen die Teilnehmer nach dem Mittagessen im Westfälischen Hof gemeinsam in die Pfarrkirche zur Mitfeier der Karfreitagsliturgie.
Von besonderer Bedeutung war die Monatsversammlung am 9. Juni 1963. Im prächtig geschmückten Saal im Hause Wessels wurden 53 neue Mitglieder feierlich in die Reihen der KAB Herz-Jesu aufgenommen. Diese Männer hatten sich bei der Großwerbung im Dekanat Bottrop am 16. März 1963 bereiterklärt, in die Katholische Arbeiterbewegung einzutreten. Nach der Ansprache des Präses, Kaplan Günter Berghaus, gelobten die neuen Mitglieder durch Handauflegen auf das Banner ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in der KAB. Der Präses heftete ihnen das Abzeichen "Kreuz und Hammer" an.

Weitere Höhepunkte des Vereinslebens waren der Ausflug in die "Hinsbecker Schweiz" am Niederrhein mit 80 Teilnehmern am 14. Juli 1963 und das große Kinderfest in den Spielplatzanlagen der Pfarrgemeinde St. Ludgeri.
Unter den Vortragsveranstaltungen sind zu nennen: ein Lichtbildervortrag über die Liturgie der Ostkirche und den Berg Athos von Kaplan Günter Wolpers und ein Missionsvortrag eines Afrikaners. Letzterem konnten 183 DM aus einer spontanen Sammlung überreicht werden.
Am 8. Dezember 1963 kamen zahlreiche Mitglieder mit ihren Frauen zu einer Adventsfeier in den Westfälischen Hof. Nachdem Epistel und Evangelium des zweiten Adventssonntags verlesen worden waren, wurde das Adventsspiel "Der fremde Gast" aufgeführt. Es folgten Lesungen, die abwechselnd durch den Präses, durch Männer der KAB und durch Mädchen der Frauenjugend vorgetragen wurden. Tonbandaufzeichnungen von Adventsmusik bereicherten diese Feierstunde.


1964

Im Jahre 1964 wurde am 2. Februar die Generalversammlung am Vormittag nach der Gemeinschaftsmesse vom 1. Vorsitzenden Hans Düngelhoff im Westfälischen Hof mit herzlichen

Dankesworten an alle Mitarbeiter eröffnet. Nach dem Totengedenken wurde der Jahres-und der Kassenbericht verlesen. Einen großen Zeitabschnitt der Versammlung nahm die Beratung und Verabschiedung einer neuen Vereinssatzung in Anspruch. In der Vorstandswahl traten folgende Veränderungen ein: Günter Schacht wurde zum 1. Kassierer, Willi Hörstermann zum 1. Schriftführer und Hans Wolters zum 2. Schriftführer gewählt. Beisitzer wurden: Josef Grobetz, Edmund Torz, Karl-Heinz Kotylla, Hans Schneider, Max Paschke und Hans Grewer.
Zu Delegierten wurden gewählt:

Günter Schacht, Josef Grobetz, Edmund Torz, Karl-Heinz Kotylla, Willi Hörstermann, Hans Ortenreiter und Christian Liebert.
Das zur Tradition gewordene Karnevalsfest wurde trotz überfüllter Räume in bester Stimmung am 8. Februar 1964 im Westfälischen Hof gefeiert.
Im Jahre 1964 war ohne Zweifel das goldene Priesterjubiläum des Ehrenpräses, Pfarrer Heinrich Telohe, am 7. Juni 1964, ein besonderer Höhepunkt im Leben der Gemeinde und der KAB Herz-Jesu.

Männer der KAB hatten großen Anteil an der Vorbereitung und Durchführung der Festlichkeiten, die mit einem Triduum in der Woche vor dem Jubiläum begannen und am folgenden Sonntag mit einem großangelegten Pfarrfest ihren Abschluß fanden.

Die Zeitungen berichteten u.a.:


R u h r - N a c h r i c h t e n,
Bottroper-Volkszeitung,

Montag, den 8. Juni 1964


F e s t l i c h e s  J u b e l a m t  z u m
g o l d e n e n  P r i e s t e r j u b i l ä u m
Gemeinde nahm lebhaften Anteil am Freudentag des Pfarrers


"In der festlich geschmückten Herz-Jesu-Kirche feierte gestern Pfarrer Heinrich Telohe sein goldenes Priesterjubiläum. Besonders der Altar war mit Blumen und Palmen herrlich dekoriert.
In feierlichem Zug wurde der Jubilar von Geistlichkeit, Kirchenvorstand, Ehrengarde, Bannerabordnungen, Meßdienern und Engelchen vom Pastorat abgeholt und in das Gotteshaus

geleitet. Der Kirchenchor, begleitet von einem Orchester und der Orgel sang beim Eintritt des Jubilars in die Kirche den Hymnus "Jubelt dem Herren". Dann feierte Pfarrer Telohe unter Assistenz der früheren Kapläne van Aaken und Horstmann und unter Ehrenassistenz von Pfarrer Zdarta das festliche Dankamt.
Die Festpredigt hielt der ehemalige Kaplan an Herz Jesu Bottrop, jetzt Pfarrer in Münster, Weber. Es sei dies eine Stunde der Freude für den Jubelpriester, aber auch für die ganze Gemeinde. Es gelte mit dem Jubilar dem Herrn Dank zu sagen für die Fülle von Gnaden, die ihm und der Gemeinde zuteil geworden sei. Das Jubelamt werde im Zeichen des Herz-Jesu-Festes gefeiert. Das Gotteshaus und die Gemeinde seien dem Herzen Jesu geweiht. Wie Christus sein Herz dem Menschen schenkte, so müsse auch der Priester von Herz zu Herz wirken. Das sei nur möglich im Sinne des Herzens des Welterlösers. Der Jubelpriester und die Gemeinde müßten das wahrmachen, was in dem Gebet ausgedrückt werde:
"Bilde unser Herz nach Deinem Herzen". So habe es Pfarrer Telohe gehalten und
so auch der größte Teil der Gemeinde. Die größte Ehre Gottes sei der Mensch, der Gott diene.
Nach dem festlichen Amt, das hervorragend durch Kirchenchor und Orchester verschönt wurde, erteilte der Jubilar allen den Päpstlichen Segen.
Die Diözese war durch Domkapitular bischöflicher Offizial Mäkel im Festamt vertreten. Prälat Hasebrink, Propst Keul, Propst i.R. Dickmann, viele Bottroper Pfarrer und ehemalige Geistliche der Herz-Jesu-Pfarre Bottrop wohnten als Gäste dem Festgottesdienst ebenso bei wie Oberbürgermeister Roghmann.
Im Anschluß an das Festamt fand im Westfälischen Hof die Gratulation statt. Die Gemeinde schenkte dem Pfarrer Telohe einen Schrank, auf dessen Vorderfront die zwölf Apostel künstlerisch eingeschnitzt sind. In den Ansprachen wurde alles das gewürdigt, was Pfarrer Telohe im Auftrag des Herrn wirkte und schaffte in den 22 Jahren, da er Pfarrer von Herz-Jesu Bottrop ist."

Auch das Pfarrfest fand in der Lokalpresse Beachtung:

R u h r - N a c h r i c h t e n,
B o t t r o p e r - V o l k s z e i t u n g,

Montag, den 15. Juni 1964

E i n  e c h t e s  F a m i l i e n f e s t
Pfarrfest der Pfarrgemeinde Herz Jesu - Viel Abwechslung

"Das Pfarrfest am Samstag und Sonntag bildete den Abschluß der Jubiläumswoche, die aus Anlaß des goldenen Priesterjubiläums des Pastors der Pfarrgemeinde Herz Jesu gefeiert wurde. In der Woche waren sechs Busse mit Gemeindemitgliedern zum Wallfahrtsort Banneux (Belgien) gefahren. Dabei fuhren am Mittwoch zwei Busse mit den über Siebzigjährigen, und am Donntag starteten die anderen vier Busse zum belgischen Wallfahrtsort. 300 Mitglieder von der Herz-Jesu-Pfarre nahmen an diesen Fahrten teil.
Erstmalig seit Bestehen wurde dann am Wochenende in den Anlagen um die Kirche und in mehreren Räumen unter dem Gotteshaus ein Pfarrfest gefeiert, das zu einem echten Familienfest wurde. Unter der Leitung von Josef Grobetz hatten die Helfer aus der KAB, der Müttergemeinschaft und der Pfarrjugend alles zur Vorbereitung und zum Gelingen des Festes getan. Illuminiert war das Festgelände mit vielen bunten Lampen. Schöne Sachpreise gab es auf den Schießständen für die Erwachsenen und beim Büchsenwerfen für die Jugend. Guten Zuspruch fanden die Bierstände, die Stände mit Reibekuchen, Würstchen, Frikadellen, vor allem aber die Kaffeestube, in der es ausgezeichneten Kaffee und guten Kuchen gab.
Höhepunkt der Unterhaltung aber war die Verlosung mit rund 800 Preisen. Die Hauptpreise: eine l4-tägige Erholungsfahrt für zwei Personen nach Winterberg, eine achttägige Urlaubsfahrt für zwei Personen in den Schwarzwald und ein Fahrrad.
Der Reinertrag des Festes war für die Beschaffung von Paramenten bestimmt. Während des Pfarrfestes war in der Sakristei eine Paramentenausstellung, in der Chormäntel, Meßgewänder, Stolen, Deckchen und Rochetts gezeigt wurden, die die Damen des Paramentenvereins in mühevoller Handarbeit fertiggestellt hatten.
Am Nachmittag des Sonntags spielte zur Unterhaltung die Kapelle der KAB St. Lamberti, Gladbeck, auf, deren Präses Pfarrer Telohe vor Jahren war."
Seit Jahren waren Mitglieder der KAB nach Gersau gefahren. Die Fahrten wurden vom Bezirkssekretariat Gladbeck-Bottrop organisiert und in der Hauptsache von älteren Mitgliedern der

KAB genutzt, die in ihren Termingestaltung unabhängiger waren als diejenigen, die noch im Arbeitsprozeß standen. Bei diesen Reisen ließen sich Wallfahrt und Erholung vorteilhaft verbinden.


Von einer solchen Fahrt berichten die

R u h r - N a c h r i c h t e n,
Bottroper Volkszeitung,

Freitag, den 14. August 1964

E i n z i g a r t i g e  E r l e b n i s s e  i n  G e r s a u

"Kreuz und Hammer" am Vierwaldstättersee
Bezirkspräses feiert silbernes Priesterjubiläum

"Das Bezirkssekretariat der KAB Gladbeck/Bottrop führt seit dem Jahre 1959 für das Invaliden- und Altenwerk der KAB Wallfahrten nach Maria Einsiedeln und zum hl. Bruder Klaus nach Sachseln/ Flüeli in der Schweiz durch. Mit diesen Wallfahrten ist ein Erholungsaufenthalt in dem schönen Kurort Gersau am Vierwaldstättersee verbunden. Welch steigender Beliebtheit sich diese Fahrten erfreuen, zeigt die Tatsache, daß allein in diesem Jahre schon über 800 Männer und Frauen, zumeist aus dem Ruhrgebiet, an diesen Fahrten teilgenommen haben.
Das religiöse Erlebnis in Maria Einsiedeln und Sachseln/Flüeli und der herrlichen Gottesnatur der Schweizer Bergwelt sowie das Bewußtsein, in einer großen Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu sein, hat frohe und zufriedene Menschen geschaffen, die zumeist nur auf der Schattenseite des Lebens gestanden haben. Kein Wunder, daß nach den Fahrten die Teilnehmer in Briefen ihre große Dankbarkeit und Freude zum Ausdruck bringen. "Ich habe selten so einen schönen Urlaub verlebt, inmitten unserer Leute. Spürten wir doch wieder einmal eine echt katholische Atmosphäre in dieser Hausgemeinschaft." - "Nach glücklicher Rückfahrt drängte es mich, Ihnen herzlich Dank zu sagen für die Vermittlung dieses einzigartigen Erlebnisses in der Schweiz. Mit innerer Freude denken wir an die herrlichen Wallfahrten nach Sachseln/Flüeli und Maria Einsiedeln zurück."
Zwischen der Schweizer und der Deutschen Bundesflagge weht am Hotel "Des Alpes" in Gersau das Banner der KAB mit seinen Symbolen "Kreuz und Hammer" und grüßt die Teilnehmer, die allwöchentlich dort eintreffen. Mit dem Reisebus, der am Samstag, 8. August, wieder neue Gäste brachte, kam auch der neue Bezirkspräses der KAB, Berufsschulpfarrer Düsterhus (Bottrop), um einige Wochen der Erholung dort zu verbringen. Ein besonderes Ereignis, für die z.Z. aus über 150 Gästen bestehende KAB-Familie in Gersau, war das Gedenken des silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer Düsterhus am Sonntag, dem 9. August.
Vor 25 Jahren, am 6. August, war Pfarrer Düsterhus im
Dom zu Münster zum Priester geweiht worden. In einer eigens für die Feriengäste der KAB stattgefundenen Gemeinschaftsmesse würdigte Pfarrer Britschgi von der Pfarrei Gersau die Bedeutung des Priestertums für Kirche und Volk. Die Kirche habe durch Verkündigung ihrer sozialen Enzykliken sich der im vorigen Jahrhundert ausgebeuteten Arbeiterschaft angenommen und in Zusammenarbeit mit Priestern und Laien in der Katholischen Arbeiter-Bewegung viel für die geistige und materielle Höherstufung des Arbeiterstandes getan. Der Jubilarpriester wirke durch seine Tätigkeit als Berufsschulpfarrer in diesem Geiste auch bei der werktätigen Jugend. Durch die Übernahme des Amtes als neuer Bezirkspräses der KAB sei diese verantwortungsvolle Arbeit noch größer geworden. Dazu wünsche er ihm und der gesamten KAB Gottes reichsten Segen. Verschönt wurde die Meßfeier durch Orgelspiel des Organisten Josef Heiermann und ein von seiner Gattin gesungenes Gebet des hl. Bruder Klaus "O Herre Gott, nimm Du von mir" (vertont von Max Reger). Beide sind gebürtig aus Bottrop und verleben z.Z. auch ihre Ferien in Gersau.
In einer nach dem Kaffee im Hotel "Des Alpes" stattgefundenen kleinen Feierstunde überbrachte Bezirkssekretär Josef Köhler die Glückwünsche der KAB des Bezirksverbandes Gladbeck und Frl. Gertrud Platzköster als verantwortliche Geschäftsführerin des Erholungswerkes in Gersau, die Glückwünsche aller Feriengäste. Reiseleiter Hermann Holtbernd gratulierte als langjähriger Vorsitzender der KAB Bottrop, St. Elisabeth, deren Präses Pfarrer Düsterhus ebenfalls ist. Mit dem Bemerken, daß der hl. Bruder Klaus von Gott berufen in die Einsamkeit gegangen sei und so vielen Menschen seiner Zeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden habe, überreichte Josef Köhler eine aus Holz geschnitzte Bruder-Klaus-Statue mit dem Hinweis, daß die Arbeiterschaft nie auf den weisen Rat des Priesters verzichten könne. Besonders freue es ihn, daß der neue Bezirkspräses in die Stille des schönen Ferienortes Gersau gekommen sei, um hier mit den Männern und Frauen der KAB gemeinsam seinen Urlaub zu verleben.
Sichtlich bewegt dankte Pfarrer Düsterhus für diese wohlgelungene Überraschung, von der er auch nicht die leiseste Ahnung gehabt habe. Es sei ein "Liebeskomplott" gewesen, habe Pfarrer Britschgi ihm gesagt, was da zusammengewirkt habe. Er versprach, sein Amt als neuer Bezirkspräses in engster Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern der KAB auszuüben und wünschte, daß die Tage der gemeinsamen Ferien in Gersau dazu ein guter Auftakt sein mögen. Mit dem gemeinsamen Lied "Nun danket all und bringet Ehr" endete die Feierstunde, die bei allen Gästen viel Anklang gefunden hat."
Die Monatsversammlung vom 15. September 1964 stand im Zeichen der bevorstehenden Kommunalwahl am 27. September. Als Referenten konnten Diözesanpräses Walter Andermahr und Oberbügermeister Bernhard Roghmann gewonnen werden. In den Monatsversammlungen im Oktober und im November hörten die Mitglieder Vorträge über das II. Vatikanische Konzil und über Entwicklungshilfe in Afrika. Eine besinnliche Adventsfeier am 6. Dezember 1964 hinterließ bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck und stimmte sie auf das kommende Weihnachtsfest ein.


1965


In der ersten Monatsversammlung des neuen Jahres sprach am 10. Januar 1965 der Bezirkspräses, Berufschulpfarrer Franz Düsterhus zum Thema: "Kirchenspaltung und Versuche zu ihrer Überwindung".
Nach dem gemeinsamen Opfermahl in der hl. Messe um 7.30 Uhr versammelten sich die Mitglieder der KAB Herz-Jesu am 7. Februar 1965 im Westfälischen Hof zum Frühstück und zur anschließenden Jahreshauptversammlung. Der 1. Vorsitzende Hans Düngelhoff berichtete nach den Dankesworten an alle Mitarbeiter über die erfolgreiche Vereinstätigkeit im vergangenen Jahr. Es seien aber dennoch manche Wünsche offengeblieben, insbesondere hinsichtlich der Teilnehmerzahl bei den Monatsversammlungen, bei denen interessante Themen zum Vortrag gekommen waren. In der anschließenden Aussprache kamen verschiedene Vorschläge zur Beratung, auf welche Weise durch eine Heimstätte für die Pfarrangehörigen ein aktiveres Zusammenarbeiten in der Gemeinde ermöglicht werden könne. Von der Werkmannschaft kam der Vorschlag, das Afrika-Opfer aus der KAB der Pfarrei den Missionaren bereitzustellen, die aus der Herz-Jesu-Gemeinde hervorgegangen seien. Auch solle Pater Erich Stottok S.V.D. bei nächster Gelegenheit wieder zu einer Monatsversammlung eingeladen werden.
Bei den Wahlen wurde Hans Grewer zum 2. Kassierer gewählt und zu Delegierten: Günter Schacht, Josef Grobetz, Karl-Heinz Kotylla, Willi Hörstermann, Hans Ortenreiter und Christian Lieber. Ausgehend von dem Satz der hl. Schrift: "Niemand näht einen alten Flicken auf ein neues Kleid" sprach nun der Präses zum Thema: "Kirche und Tradition".
Auch in der Monatsversammlung am 14. März 1965 hatte der Präses, Kaplan Günter Berghaus das Referat übernommen. Er sprach zu dem Thema: "Väter, die Versager in heutiger Erziehung?" und konnte damit Großväter wie die Väter ansprechen.
Rektor Wilhelm Tolksdorf hielt am 11. April 1965 in der Monatsversammlung einen Vortrag über das Thema "Materialismus - Biologismus?"
Eine Gedenkstunde zum 20. Jahrestag des Kriegsendes 1945 wurde die Monatsversammlung am 9. Mai 1965. Nach seiner Ansprache zeigte Kaplan Günter Wolpers einen Film, der darstellte, wie nach dem I. Weltkrieg die Entwicklung von der Dolchstoßlegende bis zur "Machtergreifung" im Jahre 1933 und dann bis zum Kriegsausbruch verlaufen war, und auch zeigte, wie es zum totalen Krieg und schließlich zum Zusammenbruch gekommen war, nachdem über 55 Millionen Menschen ihr Leben vorzeitig hingeben mußten.
Am 7. Juni 1965 wurde der ehemalige Präses der KAB Herz-Jesu, Franz Düsterhus, der mehrere Jahre als Religionslehrer an der Berufsschule, als Stadtverbandspräses und schließlich als Bezirkspräses der KAB wirkte, als Pfarrer von St. Antonius in Oberhausen-Altstaden eingeführt. An der Feier nahm auch eine Abordnung der KAB Herz-Jesu teil.
Am 13. Juni 1965 sprach Religionslehrer Riediger zum Thema: "Die Stellung des Laien in der Kirche" und zeigte, wie durch das II. Vatikanische Konzil die Mitwirkung des Laien im Volke Gottes wieder mehr ins Bewußtsein gehoben worden sei: das ganze Golk Gottes ist zum Dienst berufen. Priester und Laien sind verpflichtet, die Welt zu Christus zu führen.
In der Monatsversammlung vom 11. Juli 1965 war der aus der HerzJesu-Gemeinde stammende Missionar Pater Erich Stottok S.V.D. Referent des Tages. Der Präses, Kaplan Günter Berghaus, überreichte dem Missionar zunächst den in der Kirche gesammelten Betrag von 1 625 DM. Pater Stottok dankte allen Spendern und berichtete von seiner Missionsarbeit auf den Philippinen. Dort gäbe es seit 400 Jahren das Christentum und gut 86 Prozent der Einwohner seien Christen, jedoch fast ohne Priester. Ein Priester müsse im Durchschnitt 6 000 bis 10 000 Gläubige betreuen. Dann zeigte der Pater einen Film über das Leben der Menschen auf den Philippinen. Eine anschließende Sammlung erbrachte 103,50 DM.
Am 3. August 1965 wurde der Präses, Kaplan Günter Berghaus, nach Oberhausen, Herz-Jesu,versetzt. Der neue Präses, Kaplan Bernhard Althuesmann, hielt am 21. November 1965 sein erstes Referat in der KAB Herz-Jesu mit dem Thema: "Wie kam es zu Reformation?"
Am Mittwoch, dem 8. Dezember 1965, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, wurde in Rom der Schluß des Zweiten Vatikanischen Konzils gefeiert. Diesem Konzil verdankt die Arbeiterschaft wichtige Aussagen zu ihrer Stellung in der Kirche und zu ihren Aufgaben im Apostolat. In zahlreichen Gesprächen, Vorträgen und Predigten hatten die Mitglieder Gelegenheit, Inhalte und Ziele der Konzils-texte kennenzulernen.
Rektor Wilhelm Tolksdorf sprach am 12. Dezember 1965 über: "Bildung und Erziehung" und erläuterte vor allem die Möglichkeit zur Weiterbildung der Kinder auf den weiterführenden Schulen.